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13.09.2017

Glückauf, die Zukunft fährt ein!

Bischof Overbeck hat auf Einladung des Wolfsburg-Projektes "Glückauf Zukunft - aus Herkunft Zukunft leben" das Bergwerk Prosper-Haniel besucht und war mit jungen Multiplikatoren auf Grubenfahrt.

Was bleibt von den Werten des Bergbaus, wenn 2018 der Steinkohleabbau endet? Dieser Frage stellte sich Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck jetzt im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop auf Einladung des Projekts „Glückauf Zukunft – Aus Herkunft Zukunft gestalten“ der Katholischen Akademie Die Wolfsburg in Mülheim und der RAG-Stiftung. Gemeinsam mit einem Dutzend junger Multiplikatoren aus Wissenschaft, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft fuhr der Bischof in das letzte noch aktive Bergwerk im Ruhrgebiet ein. Bei der Grubenfahrt wurde deutlich, dass trotz Hightech auch im 21. Jahrhundert die Arbeit unter Tage hart ist. 1200 Meter unter der Erde erbringen Menschen und Maschinen unter herausfordernden Bedingungen Höchstleistungen.

Lässt sich das Positive der gewachsenen Mentalität der kulturellen Offenheit, des Einstehens füreinander aufs Neue in die Zukunft übertragen? Wie geht Kirche, auch angesichts eigener dramatischer Veränderungen, mit dieser Situation um? Darüber diskutierte die Gruppe nach der Grubenfahrt im Gespräch mit Bischof Dr. Overbeck, RAG-Personaldirektor Bernd Beier sowie Dr. Matthias Keidel und Martin Schröder vom Wolfsburg-Projekt „Glückauf Zukunft! – Aus Herkunft Zukunft leben“.

Das Gespräch mit dem Bischof zeigte: Die Solidarität und der Zusammenhalt unter Tage sind grade für die turbulenten Umwälzungen der Gegenwart beispielgebend. Die viel beschworene, anpackende Solidarität und praktische Integration verschiedener Kulturen im Ruhrgebiet hat ihren Ausgangspunkt in der Welt der Montanindustrie.

Die Grubenfahrt und die Gespräche insbesondere auch zwischen den unterschiedlichen Generationen bestärkten alle Teilnehmenden, diese Werte in ihre jeweiligen Wirkungsfelder mitzunehmen und für sie in einer pluralen und noch stärker diversifizierten Gesellschaft verschiedener Kulturen zu werben. (Sr/LK)

Mehr Informationen zum Projekt "Glückauf Zukunft - Aus Herkunft Zukunft leben"

Foto: Martin Schröder / Die Wolfsburg