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11.10.2017

Ruhrtriennale 2017- Mensch und Maschine

Homo Instrumentalis: Wo fängt die Maschine an? Wo hört der Mensch auf?

Wo früher der Mensch Arbeiten in Ruhe und Harmonie mit seiner Umwelt verrichtete, herrscht ein neues Verhältnis zu den Maschinen. Informationsüberflutung und Schnelllebigkeit - beherrschen wir im digitalen Zeitalter unsere Technologie, oder sind wir es, die beherrscht werden? Zur Neuen Musik, die bei „homo instrumentalis“ in der Ruhrtriennale zur Aufführung kam, wusste Radiojournalistin Leonie Reineke Hintergründe zu liefern und erstauntes Verständnis zu wecken. Der Theologe und Wissenschaftstheoretiker Prof. Dr. Gerd Doeben-Henisch setzte anschließend die Zukunft des Menschen und intelligenter Maschinen in einen interessanten Gesamtzusammenhang mit der Entstehung des Menschen und der immer rasanteren Entwicklung unserer Umwelt.

Der Geschäftsführer des Gesamtverbands Steinkohle, Michael Weberink, setzte den Wandel der Industrialisierung und den damit verbundene Begriff der Arbeit in Beziehung zu der Berufung Bergarbeiter. Die Entwicklung des Sicherheitsgedanken unter Tage und die positive und negative Veränderung mit der zunehmenden Mechanisierung standen dabei im Fokus.

Am frühen Abend wurden die Teilnehmer durch den Chef-Dramaturgen der Ruhrtriennale, Jan Vandenhouwe, in die Inszenierung eingeführt. Höhepunkt dieser Veranstaltung war der Besuch des Musiktheaterprojektes zum Thema „Mensch und Maschine“ am Samstagabend in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord. In dieser Inszenierung durch die Gruppe Silbersee werden durch vier Kompositionen von Georges Aperghis („Machinations“), Yannis Kyriakidis („Ode to Man (part 1 and part 2)“), Luigi Nono („la fabricca illuminata“) die Entwicklungen des Menschen von der Antike, über die Industrialisierung bis zur Entwicklung intelligenter Maschinen und die Beziehung und Umgang zu diesen dargestellt.

Zum Gespräch über die Aufführung kam Romain Bischoff, Künstlerischer Direktor des Silbersee Ensembles. Dabei sagte er: „Dieses Stück schafft Klarheit über neue Verhaltensmuster des Menschen, entstanden aus der Gegenwart der Maschinen. Ist uns dabei wirklich bewusst, wie wir mit der Technologie umgehen, wie wir uns bewegen? Sind wir womöglich der sich selbst abschaffende Mensch?“ (Fro)

Bild: Ruhrtriennale Musiktheater Homo Instrumentalis in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg Nord, ©Caroline Seidel/Ruhrtriennale 2017

Bild: Ruhrtriennale Musiktheater Homo Instrumentalis in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg Nord, ©Caroline Seidel/Ruhrtriennale 2017