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PUBLIKATIONEN

Die Ergebnisse und Überlegungen der Akademiearbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Publizität ist deshalb eine der wesentlichen Aufgabe der Akademiearbeit. Außer auf unserer Homepage, durch die Akzente und Artikel in Zeitungen und Zeitschriften erscheinen regelmäßig Bücher zu unterschiedlichsten Themen unserer Arbeit.

 

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Netzwerke der Memoria

Jens Lieven, Michael Schlagheck, Barbara Welzel (Hrsg.)

Klartext Verlag 2013

24,95 €

Gedächtnis und Erinnerung - Memoria - zählen in den letzten Jahren zu den wichtigsten Themen und Paradigmen historischer Wissenschaften.

Soziale Gruppen und Netzwerke spielen in dieser Perspektive eine entscheidende Rolle - als Gegenstand wie als Organisationsform von Forschung.

Die Fragen nach der Überlieferung und deren Absicherung in sozialen wie kulturellen Praktiken haben den Blick auf lange bekannte Phänomene - vor allem auch der mittelalterlichen Geschichte - verändert. Kunstwerke werden in bisher kaum gewürdigten Sinnschichten lesbar. Werke zeitgenössischer Kunst können dabei die Augen öffnen.

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Metropolenpilger

Dirk Brall, Matthias Keidel (Hrsg.)

7sterne edition 2010

14,95 €

Elf junge Autorinnen und Autoren in der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Schreibend nehmen sie die alte Perspektive des Pilgerns ein, um dem neuen Begriff der Metropole zu begegnen.

Entstanden sind elf unterschiedliche Geschichten, die von Straßenmusikern und Garderobenfrauen, Kioskbesitzern und Grauhausbewohnerinnen, dem Marler Boro und vielen anderen erzählen. Ein eindrückliches Porträt einer vielfältigen Region.

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Beiträge zur Friedensethik: Der Nahostkonflikt. Politische, religiöse und theologische Dimensionen

Dirk Ansorge (Hrsg.)

Kohlhammer 2010

29,80 €

Spätestens seit dem 11. September 2001 wird die Bedeutung von Religionen für politische Konflikte wieder verstärkt wahrgenommen. Zugleich setzt sich die Einsicht durch, dass Friedenspolitik und praktische Friedensarbeit ohne die Einbeziehung der religiösen Dimensionen von Konflikten nicht gelingen können. Damit steht die Forschung vor der Frage, welchen Beitrag Religionen zur Eskalation wie zur De-Eskalation von Konflikten liefern können. Im Nahen Osten tritt die Ambivalenz der Religionen besonders zutage: Einmal eröffnen sie Perspektiven des Friedenshandelns, dann wieder verschärfen sie schwelende Konflikte. Das komplexe Zusammenspiel von gesellschaftlichen, politischen und religiösen Dimensionen im Nahostkonflikt wird erst in der Zusammenschau von soziologischer, politologischer, religionswissenschaftlicher und theologischer Perspektive durchschaubar.

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Zerreiß doch die Wolken. Texte zum Nachdenken

Michael Schlagheck, Susanna Schmidt, Thomas Sternberg (Hrsg.)

Herder 2007

12,00 €

Neugierig werden auf Anderes, aufgeschlossen sein für Unterschiede, suchen und offen bleiben für Verschiedenes: Die Texte dieses Breviers regen genau dazu an. Was ist das Wesentliche? Was trägt mich und die Gesellschaft letztlich? Welche Sehnsucht treibt uns an und ermutigt angesichts von Angst und Leid? Alte Texte, die nichts von ihrer großen Kraft verloren haben. Aber auch Texte zeitgenössischer Autorinnen und Autoren, die uns mit Ungewohntem konfrontieren., und die auch mit der Wahrheit Gottes von vielen Seiten rechnen. Inspirierende Texte, die klären und deuten und die auch dem Leben neue Tiefe geben.

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Money makes the world go round? Ethik als notwendiges Gestaltungsprinzip für Banken und Kapitalmärkte

Christoph Giersch (Hrsg.)

Rainer Hampp Verlag 2007

19,80 €

 

Globalisierungsgegner kritisieren häufig die vermeintliche Macht- und Tatenlosigkeit der demokratisch legitimierten Verantwortungsträger gegenüber der Finanzwelt. Gemeinwohlinteressen würden dadurch abgekoppelt von den Eigeninteressen relativ weniger Finanzakteure. Die „Heuschrecken-Kampagne“ war zudem Indiz für das weitverbreitete Misstrauen großer Bevölkerungsteile gegenüber Funktionsweisen und einzelnen Funktionsträgern des Kapitalmarktes. Wie berechtigt sind diese Stimmungen, wo sind sie Abbild, wo klischeehaftes Zerrbild der Realität? Und welche Gestaltungswirkungen können generell von einer ethischen  Orientierung für den Finanzsektor ausgehen.

Mit diesen Fragen befassten sich die Referenten bei einer gemeinsamen Veranstaltung der katholischen Akademie Die Wolfsburg und der Commerzbank AG. Der vorliegende Band dokumentiert die Beiträge der Veranstaltung.

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Buchcover Antisemitismus in Europa und der arabischen Welt

Antisemitismus in Europa und in der arabischen Welt. Ursachen und Wechselwirkungen eines komplexen Phänomens

Dirk Ansorge (Hrsg.)

Bonifatius, Lembeck 2006

19,90 €

Übergriffe gegen jüdische Einrichtungen in Frankreich, antisemitische Ressentiments in Deutschland, judenfeindliche Parolen in Polen, antizionistische Demonstrationen im Iran, Ritualmordlegenden im arabischen Fernsehen, antisemitische Hasspropaganda im Internet, verbreitet von rechtsextremen Gruppen wie Islamisten… Mehr als sechzig Jahre nach der Shoah scheint eine neue Welle antisemitischer Vorurteile Europa und die muslimische Welt zu überschwemmen. Vielfältig wie ihre Erscheinungsformen sind die Ursachen dieses neuen Antisemitismus. Sie reichen von Fragen nationaler Identität über ethnische und soziale Spannungen in europäischen Großstädten bis hin zu ungelösten politischen Konflikten im Nahen Osten. Am Ende steht ein kaum zu entwirrendes Knäuel von traditionellen Stereotype, Israelkritik und Antisemitismus, das sich immer wieder in gewaltsamen Aktionen Bahn bricht. Der vorliegende Sammelband sucht dieses Knäuel zu entwirren, Ursachen zu benennen und aufzudecken.

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Dem Leben auf den Grund gehen. Emil Wachters Adveniat-Krypta in der Essener Münsterkirche

Michael Schlagheck, Günter Berghaus (Hrsg.)

Klartext, Essen 2002

14,90 €

In der Bischofsgruft der Essener Kathedrale schuf der Bildhauer und Maler Emil Wachter eine Bilderwelt aus Beton. Mit einer ungewöhnlichen Technik interpretierte er in der Symbolsprache christlicher Kunsttradition und in zugleich neuen Ausdrucksformen vor allem die Bitten des Vaterunser als zeitlose Grundthemen menschlicher Existenz. Sie sin auch in unsere Zeit gesprochen. Emil Wachter hebt eine vermeintliche historische Distanz auf. Er selbst sagt: „Die Gestalt des Menschen und der Welt haben wir nicht erfunden. Ignorieren und zerstören wir sie, so begehen wir die Sünde der Genesis. Adam und Eva sind wir. Die Sintflut findet heute statt, wir wohnen mitten in der Bibel.“

Die von Emil Wachter gestaltete Essener Adveniat-Krypta stand im Mittelpunkt einer Tagung der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“. Erstmals war der Bilderkosmos dieser Krypta Gegenstand einer umfassenden Betrachtung.

„Es sind Bilder, die wie ein Senkblei tief in die Seele fallen, Bilder des Staunens über die Botschaft der Bibel, deren Realität in den Vorgängen der Gegenwart wiedererkannt wird, Bilder, in denen ursprüngliche Ahnungen, Fragen, Erfahrungen des Menschen Gestalt annehmen“, heißt es in einem Buch über Arbeiten Emil Wachters. Eine Aussage, die auch die Bilderwelt in der Essener Adveniat-Krypta sehr gut charakterisiert.

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Wegmarken europäischer Zivilisation

Dirk Ansorge, Dieter Geuenich, Wilfried Loth (Hrsg.)

Wallstein 2001

 

Auf seinem Weg in das 21. Jahrhundert ist das „alte Europa“ an einem kritischen Punkt angelangt. Zwar scheinen seine technischen und ökonomischen Errungenschaften die Welt zu beherrschen. Gleichzeitig jedoch wird zunehmend fraglich, worin – jenseits von Technik und Ökonomie – der spezifische Beitrag Europas zu einer globalen Zivilisation bestehen kann. Europa ist seiner selbst unsicher geworden.

Soziale Identitäten bilden sich in einem Zusammenhang von Erzählungen und Traditionen, von Institutionen und Recht heraus. Genau dieser Zusammenhang ist in der von Technik und Ökonomie beherrschten Gesellschaft Europas brüchig geworden. Ohne die Kenntnis um das eigentliche Woher jedoch kann die Frage nach der eigenen Identität nicht beantwortet werden.

Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, sich jener historisch gewachsenen Identitäten zu vergewissern, die Europa auszeichnen. Der vorliegende Band zeichnet deshalb Wegmarken der europäischen Zivilisation nach. An markanten Punkten erinnert er an Weichenstellungen, die das Bewusstsein, die politische Praxis und die gesellschaftlichen Realitäten bis heute bestimmen. Sie könnten der spezifische Beitrag Europas zu der im Entstehen begriffenen Weltgesellschaft sein.

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Herrschaft, Bildung und Gebet – Gründung und Anfänge des Frauenstifts Essen

Michael Schlagheck, Günter Berghaus, Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2000

19,50 €

Eine der herausragenden religiösen Frauengemeinschaften des Früh- und Hochmittelalters steht am Anfang der Essener Münsterkirche. Dieser Anfang ist weithin in das Dunkel der Geschichte gehüllt, da für die frühe Geschichte Essens nur wenige Schriftquellen erhalten sind. Zudem ist er in der historischen Forschung heftig umstritten.

Sozial- und Mentalitätsgeschichte des Mittelalters, Kirchengeschichte, Kodikologie, Architektur- und Baugeschichte, Hagiographie und Liturgiewissenschaft wurden im Buch zusammengeführt, um neue Forschungsergebnisse vorzustellen. Hierbei wurde deutlich, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Fragestellungen hervorruft und neue Antworten ermöglicht. So wird nicht nur der Zusammenhang der Gründung der Frauengemeinschaft Essen um oder kurz vor 850 neu diskutiert, sondern die Entwicklung der Frauengemeinschaft von den Anfängen bis um 1100 präsentiert.

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Der lange Weg des Willi F. Willi Fährmann neu entdeckt

Michael Schlagheck, Vera Steinkamp (Hrsg.)


Eigenverlag 2000

Der Kinder- und Jugendbuchautor Willi Fährmann kann auf einen langen Weg mit unterschiedlichen Wegstationen, wie seine Kindheit und Jugend in Duisburg, sein Familienleben sowie sein Lehramtsstudium und seine berufliche Tätigkeit in Xanten zurückblicken. Eng verknüpft ist damit aber auch sein literarischer Weg, vom „Jahr der Wölfe“ über zahlreiche Romane, Legenden, biblische Erzählungen, Bilderbücher bis zum „Lukas B.“ und „Unter der Asche die Glut“; von der ersten deutschen Veröffentlichung bis zu Übersetzungen in viele Sprachen; von der französischen Auszeichnung „Grand Prix der Dreizehn“, über den österreichischen Staatspreis für Jugendliteratur, den deutschen Jugendliteraturpreis bis zum Katholischen Kinderbuchpreis.

Das Buch ermöglicht, das umfangreiche Werk Willi Fährmanns neu zu entdecken:

  • Der Autor Willi Fährmann
  • Zum Menschenbild im Werk Willi Fährmanns
  • Die religiöse Dimension im Werk Willi Fährmanns
  • Über die Kraft der Tugenden in den Büchern Willi Fährmanns
  • Geschichte in Geschichten
  • Illustrationen zu Kinder- und Jugendbüchern Willi Fährmanns
  • Werkverzeichnis
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Raum und Transzendenz I. Religiöse Elemente moderner Architektur

Dirk Ansorge, Heinz Dohmen (Hrsg.)

Eigenverlag 1996

Neuere Museumsbauten, aber auch Banken oder Einkaufspassagen evozieren häufig ein Erleben von Transzendenz, wie es ursprünglich wohl im Bereich des Religiösen angesiedelt ist. Hat also die neuere Architektur den Kirchenbau beerbt? Andererseits: Gibt es überhaupt Sakralität außerhalb der Religion? Hat die neuere Architektur nicht vielmehr das religiöse Erleben durch das ästhetische Empfinden ersetzt? Oder sollte es ihr gar gelingen, das Profane zu sakralisieren?

Diese Fragen wurden vom 1. bis 3. März 1996 in der Katholischen Akademie des Bistums Essen DIE WOLFSBURG (Mülheim/Ruhr) in Zusammenarbeit mit der Akademie der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen im Rahmen der ersten Tagung „Raum und Transzendenz“ zum Thema „Religiöse Elemente moderner Architektur“ diskutiert. Der vorliegende Band dokumentiert die Vorträge dieser Tagung und will damit die weitere Diskussion zwischen Architektur und Theologie anregen.

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Reihe "ESSENER FORSCHUNGEN ZUM FRAUENSTIFT"

 

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Neue Räume - neue Strukturen. Barockisierung mittelalterlicher Frauenstifte; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 12

Klaus Gereon Beuckers, Birgitta Falk (Hrsg.)

Klartext, Essen 2014

32,00 €

Seit dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Ende des 18. Jahrhunderts haben in den Frauenstiften tief greifende Veränderungen stattgefunden. Der Verlust der konfessionellen Einheit, das Ringen vieler Konvente um ihre konfessionelle Zugehörigkeit, die teilweise in Abgrenzung zu den umgebenden Städten und Herrschaften erfolgte sowie die Umwandlung etlicher Gemeinschaften in protestantische prägen eine für das monastische und stiftische Leben dennoch blühende Epoche. Sie äußert sich bis heute sichtbar in der Umgestaltungen der Kirchen, der Konventsbereiche und auch des konventualen Lebens – nicht zuletzt unter den Eindrücken höfischer Repräsentation und einer Durchsetzung neuer Frömmigkeitsformen, die aus der Stabilisierung konfessioneller Zugehörigkeiten erwuchsen. Hierbei spielten auf katholischer Seite das Trienter Konzil und eine starke Romorientierung, die nicht zuletzt durch die Jesuiten vertreten wurde, eine große Rolle.

Der Band stellt die Ergebnisse der 12. Tagung des Essener Arbeitskreises zur Erforschung der Frauenstifte vor. Er nimmt den Prozess der einschneidenden Veränderungen mittelalterlicher Frauenstiftskirchen im 17. und 18. Jahrhundert in den Blick und betritt dadurch wissenschaftliches Neuland.

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Seide im früh- und hochmittelalterlichen Frauenstift, Besitz - Bedetung - Umnutzung; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 11

Thomas Schilp, Annemarie Stauffler (Hrsg.)

Klartext, Essen 2013

24,95 €

Wertvolle Seiden aus Byzanz und Zentralasien waren exklusive Güter, vergleichbar mit Gold, Edelsteinen und Gemmen oder Kameen. Im Früh- und Hochmittelalter gelangten die kostbaren Seidenstoffe in der Regel nur als Geschenke in den Westen und wurden aufgrund ihres Wertes häufig weiter verschenkt. Auf diesem Weg fanden die kostbaren Güter auch aus weltlichem Besitz ihren Weg in die Verfügung religiöser Gemeinschaften. Auf dem Mathilden-Otto-Kreuz trägt die Essener Äbtissin Mathilde (973-1011) ein kostbares Gewand. Um welchen Stoff handelt es sich, wo stammt dieser her, welche Botschaft soll den Betrachtern mit dem Gewand vermittelt werden? Die Wege solcher Textilien nach Essen lassen nach politischen und kulturellen Beziehungen der Gemeinschaft fragen.

Ein zweiter Aspekt ist die Umnutzung der kostbaren Seiden im Mittelalter. Auch nach Essen gelangten solche Seidenstoffe, die umgenutzt wurden, indem man vor allem Reliquien in sie verpackte. Diese kleinen seidenen Textilstücke wurden sehr hoch bewertet; sie sind zum Teil von außerordentlicher Qualität und in den letzten Jahren erforscht worden. Der Überlieferungsbefund von Seiden des Frauenstifts Essen und verwandter Gemeinschaften wird vorgestellt. Die Autoren erarbeiten die Bedeutung dieser Textilien und vergleichbarer textiler Objekte für die Kulturgeschichte sowie deren Analyse und Bewertung.

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Liturgie in mittelalterlichen Frauenstiften. Forschungen zum Liber ordinarius; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 10

Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.)

Klartext, Essen 2012

29,95 €

Die Buchgattung des Liber ordinarius ist als Quelle zum liturgischen Leben mittelalterlicher Kloster- und Stiftsgemeinschaften von herausragender Bedeutung. Der Band stellt den Essener Liber ordinarius und seine kürzlich erfolgte Restaurierung vor, erschließt mit wissenschaftlichen Beiträgen verschiedene Aspekte des Textes und der grundsätzlichen Frage des Miteinanders von Kanonikern und Kanonissen in Essen. Ein zweiter Block stellt die Liturgien mit Essen vergleichbarer Frauenstifte wie Gandersheim, St. Caecilien in Köln, Thorn oder Regensburg vor. Der dritte Teil ist der Gattung des Liber ordinarius insgesamt gewidmet und fasst den Stand der Forschung zusammen. Ein tabellarischer Überblick listet alle bekannten Dom-Ordinarien des Reiches und ihre Editionen. Zusammen mit einer Bibliographie der Veröffentlichungen zum Thema des Liber ordinarius ist der Band so über die Forschungsbeiträge hinaus ein unverzichtbares Nachschlagewerk zum Thema. Eine dem Buch beigelegte CD Rom enthält den Essener Liber ordinarius in einer digitalisierten Form mit dem ausführlichen Kommentar von Franz Arens und gibt damit jedem Benutzer die Möglichkeit, in dieser für das Verständnis der mittelalterlichen Liturgie im Essener Frauenstift wichtigen Handschrift zu lesen.

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Frauen bauen Europa. Internationale Verflechtungen des Frauenstifts Essen; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 9

Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2011

24,95 €

Im Jahr der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 waren Geschichte und Kultur des Frauenstifts Essen in zahlreiche Aktivitäten eingebunden. Fast 1.000 Jahre hatte das Frauenstift die Geschichte Essens, aber auch große Teile des heutigen Ruhrgebiets mitgeprägt. In Kunstobjekten und Architektur, in Bibliothek und Archiv, in Musik und Kirchbauten haben die Frauen des Stifts in einer exzellenten Qualität Manifestationen ihres Handelns hinterlassen. Dieses Erbe des Frauenstifts ist ein einzigartiger Bestandteil des kulturellen Erbes Europas.

Dieses Buch zeigt den Rang der Objekt- und Schriftüberlieferung des einstigen Frauenstifts in den europäischen Vernetzungen und Verflechtungen auf. Das Frauenstift wird erstmals als ein kulturelles Gesamtphänomen vorgestellt. Wie gelangten etwa Textilien aus dem Fernen Osten nach Essen? Welchen Weg beschritten Bergkristallgefäße des 10. und 11. Jahrhunderts der islamischen Fatimiden in Ägypten nach Essen? Woher kamen die Stiftsdamen eigentlich und zu welcher Zeit aus welchem Stand? Domschatz und Domkirche, aber auch etwa Schloss Borbeck als Residenz der Äbtissinnen sollen als Erinnerungsorte dieser Kultur des vormodernen Europa aktiviert werden.

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Katholisch – Lutherisch – Calvinistisch. Frauenkonvente im Zeitalter der Konfessionalisierung; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 8

Ute Küppers-Braun, Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2010

24,95 €

 

Während man über einzelne, meist herausragende Frauen der Reformationszeit (zum Beispiel Katharina von Bora der Caritas Pirckheimer) recht gut informiert ist, ist relativ wenig bekannt über Frauenkommunitäten (Klöster und Stifte) und ihre Vertreterinnen sowie ihre Einstellungen zu den neuen Ideen dieser Zeit. Am Beispiel der traditionsreichen Reichsstifte Essen, Quedlinburg und Gandersheim werden in diesem Buch erste vergleichende Studien geboten. Andere Beiträge greifen in interdisziplinärer Perspektive literatur-, architektur- und musikgeschichtliche Fragen im Kontext dieser Zeit auf. Schließlich werden neue Lebensformen in dreikonfessionellen Frauenstiften und in den von den Schwestern Xainctonge in Burgund gegründeten Kongregationen thematisiert.

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Frauenstifte – Frauenklöster und ihre Pfarreien; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 7

Hedwig Röckelein (Hrsg.)

Klartext, Essen 2009

24,95 €

Die Pfarrei bildete in den europäischen Gesellschaften der Vormoderne neben der Familie und der Verwandtschaft das umfassendste soziale System, denn durch die Taufe wurde jeder Christ zwangsläufig Mitglied einer Pfarrgemeinde. Er besuchte in der Pfarrkirche die Messe, hörte die Predigt, legte die Beichte ab und wurde auf dem Friedhof der Pfarrei begraben. Die Pfarrgemeinde war zugleich Gerichtsgemeinde, fiskalische Gemeinde und politische Gemeinde und blieb dies über die Reformation hinaus.

Bislang kaum zur Kenntnis genommen wurde, dass auch zahlreiche Frauenstifte und Frauenklöster Pfarrkirchen errichteten und ausstatteten und deren Pfarrer bestellten. In diesem Band werden erstmals systematisch und vergleichend Frauenkonvente untersucht, die Eigenkirchen besaßen und Pfarrkirchen inkorporierten sowie Frauenklöster, die an bestehenden Pfarrkirchen gegründet wurden.

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Pro remedio et salute anime peragemus. Totengedenken am Frauenstift Essen im Mittelalter; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 6

Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2008

24,95 €

 

Für das mittelalterliche Leben war das Totengedenken, die „Memoria“, von überragender Bedeutung, weit über die Religiosität und spirituelle Deutungen hinaus. Ein großer Teil des erhaltenen kulturellen Erbes des Frauenstifts Essen geht auf die „Memoria“ des Mittelalters zurück. In der Liturgie betete die Gemeinschaft für das Wohlergehen der Lebenden und das Seelenheil der Verstorbenen. Dabei verlangte Memoria im Kampf gegen das Vergessen nach Manifestation und Repräsentanten, vor allem in Riten und Ritualen, in Kunstwerken und Architektur, in Stiftungen sowie in der Schriftlichkeit, bewahrt in Archiv und Bibliothek. All dem spüren die Beiträge dieses Buches nach, um die Bedeutung der Memoria für das religiöse Leben und die soziale Praxis des Mittelalters vorzustellen. Das Buch fragt aber auch danach, was dieses vom Frauenstift Essen hinterlassene kulturelle Erbe, oft vergessen oder bisher auch nicht verstanden, für die Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft bedeutet, wie Memoria als wesentliche Kultur der Vormoderne vom „toten Informationsspeicher“ zu einem aktiv gelebten Teil der Erinnerungskultur gestaltet werden kann.

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… wie das Gold den Augen leuchtet. Schätze aus dem Essener Frauenstift; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 5

Birgitta Falk, Thomas Schilp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Klartext, Essen 2007

24,95 €

Im Essener Dom und in der Domschatzkammer zeugen hochrangige Kunstwerke nicht nur von der Blütezeit des Stiftes im 10. und 11. Jahrhundert. Der Essener Domschatz dokumentiert in seiner Gesamtheit den konstant hohen Rang des Stiftes und das Qualitätsbewusstsein der Frauen, die fast 1.000 Jahre lang in Essen regierten.

Im November 2006 beschäftigte sich eine Tagung des Essener Arbeitskreises zur Erforschung der Frauenstifte erstmals mit dem Essener Domschatz. Vorgestellt wurden neue Forschungen über einzelne Kunstwerke, aber auch die Gesamtheit des Schatzes mit seiner Funktion und seiner Bedeutung für die Liturgie des Frauenstiftes wurde ins Blickfeld genommen.

Der Tagungsband enthält 15 Beiträge mit Ergebnissen ganz aktueller Forschung. Aufsätze über berühmte Stücke wie den Siebenarmigen Leuchter oder die 16 französischen Broschen stehen neben Beiträgen über Objekte, denen bisher kaum Beachtung geschenkt wurde, wie die Glocken des Domes, deren älteste immerhin in die Zeit um 1300 zurückgeht, oder wie das außergewöhnliche Reliquiar der Essener Stadtpatrone Cosmas und Damian aus dem Jahre 1643. Das Armreliquiar des hl. Quintinus und die frühmittelalterlichen Bleireliquiare aus aufgelassenen Altären der Münsterkirche erfahren ebenfalls erstmals eine Würdigung. Grundsätzliche Überlegungen zum Umgang mit den Schatzstücken im Mittelalter und in der Gegenwart stehen neben Forschungen über die wechselvolle Geschichte der Schätze in der Neuzeit.

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Gandersheim und Essen. Vergleichende Untersuchungen zu sächsischen Frauenstiften; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 4

Martin Hoernes, Hedwig Röckelein (Hrsg.)

Klartext, Essen 2006

22,90 €

Ausgehend von einer Tagung in Bad Gandersheim präsentiert der Band die Ergebnisse neuer Forschungen zum Netzwerk der drei großen sächsischen Frauenstifte Essen, Gandersheim und Quedlinburg. Die Übereinstimmung der drei Gemeinschaften zeigt sich in den Anlässen ihrer Gründung im 9. und 10. Jahrhundert, in der Verwandtschaft ihrer Äbtissinnen, in ihren Schätzen an Reliquien und liturgischen Geräten, in der Entwicklung ihrer Kirchenbauten und in den barocken Gartenanlagen. Seit der Reformation gingen die Konvente zwar getrennte Wege, doch allen war eine erneute Blüte in der Barockzeit beschieden. Erst am Beginn des 19. Jahrhunderts wurden sie aufgehoben.

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Reform – Reformation – Säkularisation Frauenstifte in Krisenzeiten; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 3

Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2004

22,90 €

Frauenstifte sind Gegenstand der interdisziplinären Forschungen des „Essener Arbeitskreises zur Erforschung der Frauenstifte“. Der vorliegende Tagungsband ermöglicht aufgrund diachroner Vergleiche neue Blicke auf diese Institution: Ausgehend von der Situation weiblichen Religiosentums im Umfeld der radikalen Kirchenreform der zweiten Hälfte des 11. und des 12. Jahrhunderts, wird zunächst der kirchliche Gegensatz zu religiösen Frauengemeinschaften thematisiert – viele Frauenstifte waren in dieser Zeit in der Existenz bedroht. Das Frauenstift Essen, das diese Krisenzeit unbeschadet überstehen konnte, drohte in den politischen Konflikten der Territorialisierung der Region im Verlauf des 13. Jahrhunderts aufgerieben zu werden – hier gelingt eine grundsätzliche Neubewertung der Essener Geschichte: Die Phase äußerer Bedrohung führte zu innerer Zerrissenheit der Konvente des Essener Frauen – wie auch das Kanoniker-Kapitals. Der innere Konflikt konnte zu einem Konsens geführt werden; die äußere Bedrohung wurde durch den Aufbau eines eigenen kleinen Territoriums des Stifts bewältigt, mit dem die Essener Äbtissin zur Reichs-Fürstin aufstieg.

Die Reformation bedeutete für manche Frauengemeinschaft eine tiefe Krise: An zwei Fallbeispielen, der Auflösung des Stifts Wetter bei Marburg und dem Nürnberger Klarissenkonvent St. Clara, wird die Problematik der Umbruchszeit erarbeitet. Die Zeit um 1800 mit den politischen Umwälzungen Europas brachte mit den Säkularisationen das Ende auch des Stifts Essen: Ausführlich wird die Aufhebung des Frauenstifts Essen im Jahr 1802 thematisiert.

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Essen und die sächsischen Frauenstifte im Frühmittelalter; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 2

Jan Gerchow, Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2003

22,90 €

In der Region zwischen Niederrhein und Elbe wurden zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert über sechzig religiöse Gemeinschaften für Frauen gegründet: Es entstand die wohl dichteste „Frauenkloster-Landschaft“ Europas. Sie deckt sich weitgehend mit den Siedlungsgebieten der im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen besiegten Sachsenstämme. Deren Führungsschicht war bei der Gründung von Frauengemeinschaften für ihre Familienangehörigen besonders aktiv. Man spricht deshalb seit langem von ihnen als den „sächsischen Frauenklöstern“.

Das in der Mitte des 9. Jahrhunderts unter maßgeblicher Beteiligung des Hildesheimer Bischofs Altfrid († 874) gegründete Frauenstift Essen war im 10. und frühen 11. Jahrhundert durch Äbtissinnen aus der ottonischen Verwandtschaft dem Königtum eng verbunden und hat seit dem 13. Jahrhundert als reichsfreies Damenstift für den Hochadel bis zur Auflösung 1803 fortexistiert. Essen ist mithin ein herausragendes Beispiel für den Typus des Frauenstifts, wie er sich in Anlehnung an die Aachener Reformgesetzgebung von 816 besonders erfolgreich in „Sachsen“ herausbildete. Die zwölf Beiträge des Bandes nehmen diese sächsischen Frauenstifte erstmals von verschiedenen Disziplinen aus in den Blick. Neue Forschungsergebnisse aus Geschichtswissenschaft, Archäologie, Bau- und Kunstgeschichte, Buch-, Bibliotheks- und Sprachgeschichte werden im Zusammenhang diskutiert.

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Herrschaft, Liturgie und Raum; Essener Forschungen zum Frauenstift, Band 1

Katrinette Bodarwé, Thomas Schilp (Hrsg.)

Klartext, Essen 2002

leider vergriffen

An der Verchristlichung des von Karl dem Großen eroberten Sachsen hatten die im Früh- und Hochmittelalter gegründeten Frauenstifte großen Anteil. Über diese Institution, die sich im deutschsprachigen Raum gegen politische und kirchliche Widerstände gut tausend Jahre halten konnte, gibt es bisher nur wenige gesicherte Informationen.Hier will der "Essener Arbeitskreis zur Erforschung der Frauenstifte" durch neue, interdisziplinäre Forschungsansätze Abhilfe schaffen.

Der vorliegende, erste Tagungsband mit Beiträgen von Archäologen, Kunsthistorikern, Liturgiewissenschaftlern und Historikern beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der frühmittelalterlichen Blütezeit der Frauenstifte. Insbesondere am Beispiel des Stifts Essen diskutiert er das Verhältnis von Königsherrschaft, Stift und Stadt und dessen Präsentation in Kunst, Liturgie und Raum.

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Reihe "SOZIALETHIK KONKRET"

 

Migration gerecht gestalten; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2015

24,90 €

Fast jeder fünfte Einwohner in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Allein diese Tatsache verdeutlicht, dass Deutschland – gewollt oder nicht – faktisch ein Zuwanderungsland ist. Welche gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Konsequenzen ergeben sich hieraus und wie ist dies sozialethisch zu bewerten?

Thematisiert werden empirische Befunde zu Art und Größe von Migrationsbewegungen nach Deutschland, der rechtliche Status unterschiedlicher Migrantengruppen und damit verbundene Erwerbs- und Integrationsmöglichkeiten, die Problematik der Migration für die Herkunftsländer sowie Ziele, Akteure und politische Handlungsfelder bei der Integration von Migranten in Deutschland.

Die Reihe »Sozialethik konkret« greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert Lösungsvorschläge zur Verwirklichung von mehr Gerechtigkeit bei der Migration nach Deutschland. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu dieser gesellschaftlichen, politischen, juristischen und wirtschaftlichen Gestaltungsaufgabe herausgearbeitet. Im Dialog mit anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Thematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Ethische Herausforderungen im Web 2.0; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014

19,90 €

Die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche ist in ihren Auswirkungen oft mit der industriellen Revolution verglichen worden. Die Veränderungen betreffen sowohl den öffentlichen Raum als auch das Privatleben der Einzelnen und zeigen sich in Politik, Wirtschaft, Medizin, Medien und Kultur. Das Internet ist daher ein anspruchsvolles und wichtiges Feld sozialethischer Reflexion und gesellschaftspolitischer Gestaltung. Der Tagungsband analysiert vor diesem Hintergrund folgende Fragen: Welche Veränderungen ergeben sich für das gesellschaftliche Zusammenleben durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche und wie sind sie sozialethisch zu bewerten? Wie können Freiheit und gerechte Teilhabe im Netz verwirklicht werden? Welche Regeln sollen im Internet gelten? Welchen Einfluss hat das Internet auf die politische Willensbildung? Wie verändern sich Konzepte von „öffentlich“ und „privat“?

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Überwindung der EU-Schuldenkrise zwischen Solidarität und Subsidiarität; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2013

19,90 €

Einige Länder der Europäischen Union befinden sich in einer Schuldenkrise, wie man sie bisher nur von Entwicklungsländern gekannt hat. Die Überschuldung dieser EU-Länder, gravierende Fehler in der Konstruktion der Währungsunion und die Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre gefährden die Stabilität der gesamten Europäischen Union.

Wie kann die Europäische Union mit dieser Situation über die akute Gefahrenlage hinaus umgehen? Müssen die Staaten dauerhaft Souveränität aufgeben, um die Solidarität der Staaten in Anspruch nehmen zu können und um die Stabilität der Währung zu garantieren? Wie kann ein dauerhafter Stabilitätsmechanismus in Europa aussehen, der sowohl die Solidaritätsverpflichtung als auch das Subsidiaritätsgebot ernst nimmt?

Die Reihe „Sozialethik konkret“ greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert Lösungsvorschläge zur Überwindung der EU-Schuldenkrise aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu dieser politischen und wirtschaftlichen Gestaltungsaufgabe herausgearbeitet. Im Dialog mit den anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Thematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Gesundheitssystem und Gerechtigkeit; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2012

Die Vorstellung, das Gesundheitssystem könne alles für Alle leisten, erweist sich als Illusion.

Aus diesem Grund ist eine ethnische Debatte um Verteilungskriterien, Prioritäten, Rationierung und Grenzen medizinischer Leistungen unumgänglich geworden. Wie können Gerechtigkeit und Effizienz, unbedingte Menschenwürde und Rationierung zusammengedacht werden?

Die Reihe „Sozialethik konkret“ greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert Fragen der Gerechtigkeit im Gesundheitswesen aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der Christlichen Sozialethik zu dieser politischen und wirtschaftlichen Gestaltungsaufgabe herausgearbeitet. Mit den kontroversen Beiträgen dieses Bandes sollen eine ausgewogene Beurteilung der Gesundheitsthematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Gleichheit. Ungleichheit. Gerechtigkeit; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011

19,90 €

Trotz hoher Investitionen in Bildung, Integration und die anderen Bereiche des Sozialstaats steigt in Deutschland das Risiko, von Armut betroffen zu sein. Immer häufiger ist von einer Spaltung der Gesellschaft die Rede.

Wie viel Ungleichheit verträgt eine Gesellschaft, wie viel Gleichheit ist notwendig, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten? Wie positioniert sich die Christliche Sozialethik angesichts der Armuts- und Exklusionsphänomene? Welche Lösungsstrategien bietet sie an und wie werden diese aus der Sicht anderer Wissenschaftsdisziplinen beurteilt?

Die Reihe „Sozialethik konkret“ greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert die Frage (sozialer) Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Gleichheit und Ungleichheit in Deutschland aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu dieser politischen und wirtschaftlichen Gestaltungsaufgabe herausgearbeitet. Im Dialog mit den anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Armutsthematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Die EU-Erweiterung gerecht gestalten; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010

19,90 €

Die Osterweiterungen der EU haben die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede innerhalb der EU vergrößert. Umso dringlicher stellt sich das Problem der Gerechtigkeit.

Zur Verminderung des sozio-ökonomischen Gefälles gibt es seit vielen Jahren die EU-Kohäsionspolitik, die wirtschaftliches Wachstum fördern und die Entwicklungsunterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten verringern soll. Wie lässt sie sich begründen? Nach welchen Kriterien muss sie gestaltet sein, um allen Ländern gerecht werden zu können? Welche Bedeutung hat sie speziell für den Arbeitsmarkt und die Angleichung sozialer Standards in Ost- und damit für Gesamteuropa?

Die Reihe „Sozialethik konkret“ greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert die Fragestellungen aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. In diesem Tagungsband wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu den neuen Frage- und Problemstellungen der EU-Erweiterung herausgearbeitet. Im Dialog mit den anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der jeweils analysierten Problemstellung erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Globalisierung und globale Gerechtigkeit; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf, Karlies Abmeier (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2009

In über 100 Staaten gibt es Fast-Food-Ketten mit weit über 130.000 Filialen, der globale Weltexport ist seit 1950 um 2.650 Prozent gestiegen und den 2,6 Milliarden Armen stehen 800 Milliardäre gegenüber. Die einen verbinden mit Globalisierung steigende Chancen für alle und wirtschaftlichen Aufschwung weltweit. Die anderen fürchten den „Terror der Ökonomie“ und sehen mehr Verlierer als Gewinner.

Die Reihe „Sozialethik konkret“ greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert Aspekte der Globalisierung und Fragen der globalen Gerechtigkeit aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu den neuen Frage- und Problemstellungen der Globalisierung herausgearbeitet. Im Dialog mit den anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der jeweils analysierten Problemstellung erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und nationale sowie globale  Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Bildungspolitik und Bildungsgerechtigkeit; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2008

24,90 €

Die PISA-Studien haben dem deutschen Schulsystem schlechte Noten ausgestellt und verdeutlichen, wie selektiv es ist. Gerade Kinder aus sozial benachteiligten Schichten und aus Migrantenfamilien sind strukturell benachteiligt. Über die Wege, diesem Missstand zu begegnen, herrscht Uneinigkeit.

In vier Themenfeldern analysieren die Autoren aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Perspektiven die aktuellen Herausforderungen der Bildungspolitik in Deutschland. Untersucht werden die Bedeutung der Chancen- und Benachteiligungsgerechtigkeit als sozialethische Leitideen für die Organisation des Bildungssektors, Konzepte zur Verhinderung von Bildungsspaltung und Bildungsarmut, die Aufgaben und speziellen Kompetenzen verschiedener Akteure im Bildungssektor und Modelle einer gerechten Bildungsfinanzierung.

Dies ist der zweite Band in der Reihe „Sozialethik konkret“, die nach dem spezifischen wissenschaftlichen Beitrag der christlichen Sozialethik zu konkreten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Problemstellungen fragt. Im Dialog der Sozialethik mit anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der jeweils analysierten Problemstellung erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung notwendiger Reformprozesse erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Aufgaben und Grenzen des Sozialstaates; Sozialethik konkret

Martin Dabrowski, Judith Wolf (Hrsg.)

Ferdinand Schöningh, Paderborn 2007

24,90 €

Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit sind für die gegenwärtigen Debatten um die Aufgaben und Grenzen des Sozialstaats zentral. Aber gibt es überhaupt die eine Gerechtigkeit? Oder müssen nicht verschiedene Modelle „sozialer Gerechtigkeiten“ unterschieden werden? Was hat die christliche Sozialethik in diesem Zusammenhang in die Diskussion über die Zukunft des Sozialstaats einzubringen?

In fünf Themenfeldern analysieren die Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln und im interdisziplinären Dialog Grund- und konkrete Anwendungsfragen der Bereitstellung sozialer (Dienst)Leistungen durch den Staat, die freie Wohlfahrtspflege und auch durch den Markt. Diskutiert werden u. a. verschiedene Vorstellungen von Gerechtigkeit, mögliche Auswirkungen eines Grundsicherungsmodells auf den Arbeitsmarkt und die sozialethische Beurteilung von Rationierungen im Gesundheitswesen.

Ziel der Reihe „Sozialethik konkret“ ist es, den spezifischen, wissenschaftlichen Beitrag der christlichen Sozialethik zu konkreten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Problemstellungen herauszuarbeiten. Im Dialog mit anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der jeweils analysierten Problemstellung erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

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Reihe "SPURENSUCHE"

 

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Spurensuche 16. Klassiker. Streifzüge durch Kinder- und Jugendliteratur

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 2007

8,00 €

Wer kennt sie nicht, die kleinen und großen Helden, die seit Jahrzehnten die Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur bevölkern und bis heute Generationen von Kindern und Jugendlichen begeistern? Literarische Figuren wie Peter Pan, Pinocchio, Heidi, Pippi Langstrumpf, Tom Sawyer und Huckleberry Finn sowie die kleine Hexe und viele andere mehr stoßen trotz der Tatsache, dass sich Kindheit und Jugend heute unter sehr veränderten gesellschaftlichen Bedingungen vollziehen, immer noch auf ungebrochenes Interesse. Verlage produzieren in regelmäßigen Abständen Neuauflagen und ungeachtet harter Konkurrenz von Bestsellern scheinen die Klassiker ihren Platz in den Bücherregalen zu behaupten.

Doch woher rührt diese Faszination? Und was hat diese Bücher zu Klassikern gemacht? Die Kinder selbst? Die Themen und Motive, die Kindern die Bewältigung wichtiger Entwicklungsaufgaben ermöglichen, wie z.B. die Ablösung von den Eltern, die Selbstbehauptung in der Gruppe Gleichaltriger und gegenüber Erwachsenen, die Ausbildung von Werten, die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsrolle…? Die Figuren, die den jungen Leserinnen und Lesern zur Identifikation angeboten werden? Der literarische Markt, der Lesebedürfnisse steuert und produziert? Die Serienstruktur vieler Klassiker, die von vornherein auf Leserbindung zielt?

 

Die „Spurensuche“ will diesen Fragen nachgehen, die literarische und leserpsychologische Relevanz der Klassiker in den Blick nehmen und Spuren der in ihren enthaltenen „Lehren des Lebens“ entdecken.

 

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Spurensuche 15. Mensch, menschlich, Menschenskind. Menschenbilder in der Kinder- und Jugendliteratur

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 2004

8,00 €

Unterschiedlichsten Figuren begegnen Kinder und Jugendliche in ihren Büchern. Da sind kleine und große Menschen, die ihren Sehnsüchten und Hoffnungen trauen; Helden, die sich in außergewöhnlichen Situationen und im Alltag bewähren müssen. Da sind Menschen, die scheitern, schuldig werden und Versöhnung finden und da sind auch Freunde, die in ausweglos erscheinenden Lagen zueinander stehen…

Die jungen Leserinnen und Leser leben für eine Zeit lang mit diesen Personen, tauchen gleichsam in ihre Welt ein und das ist bedeutsam für die Entwicklung von Haltungen, von Werten, für ihre Urteilsfähigkeit, für Verantwortung, Mitgefühl, Aufmerksamkeit und Respekt. Kinder und Jugendliche begegnen in ihren Büchern verborgenen Menschenbildern. Sie erfahren, wovon der Mensch zusammengehalten wird, was ihn antreibt und leitet, was seinem Leben einen Sinn gibt.

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Spurensuche 13. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur. Auf dem Weg zu sich selbst – Literatur und Lebensstil

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 2002

8,00 €

„Christlicher Glaube, der nicht gesellschaftlich unsichtbar werden will, muss sich exponieren“, schreibt  der Theologe Hans-Joachim Höhn. Der christliche Glaube muss vielfältige Anschlussmöglichkeiten an das gesellschaftliche Umfeld suchen, dabei jedoch unterscheidbar bleiben von anderen Deutungen des menschlichen Lebens. Gemeinsame und persönliche Vorstellungen vom Leben, Weltbilder, Formen alltäglichen Umgangs und Entscheidungen für bestimmte Werte: Auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, kann dies als Lebensstil bezeichnet werden. In einer zunehmend pluraler und unübersichtlicher werdenden Welt ist der Lebensstil die Suche nach Identität und Zugehörigkeit, das Bemühen um ein Zentrum, von dem her das Leben gestaltet wird und einen Sinn erhält.

Dies ist die Aufgabe für das gesamte Leben, doch wohl in besonderer Weise eine Herausforderung für Kinder und Jugendliche in ihrer Identitätsentwicklung. An vielfältigen Orten prägen sie ihren Lebensstil. Die Kinder- und Jugendliteratur gehört gewiss dazu. Aber wie bedeutsam ist die Begegnung mit den unterschiedlichen Welten und Figuren der Literatur für die Entwicklung von Werten, für eine Urteilsfähigkeit, für Phantasie, Mitgefühl, Aufmerksamkeit und Respekt. Mit welchen Lebensstilen  werden Kinder und Jugendliche, die sich wie auf einem „Schlachtfeld der Gefühle“ erfahren, in der in der Literatur konfrontiert?

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Spurensuche 12. Mythen, Mächte und Magie. Harry Potter oder die Frage nach dem Woher und Wohin in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 2001

8,00 €

Wir sind zu einem Volk von Zauberlehrlingen geworden, ist im Blick auf den Harry-Potter-Rausch in einer Zeitschrift zu lesen. Und tatsächlich: Der Erfolg der Bücher ist einzigartig. Weltweit beträgt die Auflage inzwischen fünfzig Millionen und die ersten vier Plätze zahlreicher Bücher-Ranglisten werden von den vier Harry Potter Bänden eingenommen. Viele überrascht auch, dass keineswegs nur jugendliche Leser z.B. zu dem 800seitigen vierten Band greifen. Sie tauchen ein in die Welt der Zauberschule Hogwart, in den ständigen Kampf zwischen Harry und Lord Voldemort, dem Kampf zwischen Gut und Böse, in eine Welt von Mythen, Mächten und Magie.

Ein Buchkritiker sieht durch Harry Potter eine Lawine weiterer Bucherscheinungen losgetreten, „die alle Rationalität zu begraben droht“. Muss dem nicht entgegnet werden, dass es eine phantastische Kinder- und Jugendliteratur seit langem gibt, wenn auch nicht mit diesem Verkaufserfolg? Warum aber zieht gerade jetzt Harry Potter so viele Menschen in seinen Bann? Welche Erfahrungen und Sehnsüchte werden in diesen und anderen phantastischen Kinder- und Jugendbüchern angesprochen, die junge und alte Leser in unserer Zeit suchen?

Prof. Gerhard Haas wies lange vor dem Erscheinen der Harry Potter Bücher darauf hin, wie viel mehr phantastische Literatur „in ihren prägnantesten Ausprägungen von der Wirklichkeit und vom Menschen weiß, als eine vordergründige Rationalität in den Blick bekommt.“ Für ihn verweist Phantastik auf tiefere Seinsschichten und auf eine menschliche Existenz, in der es einen Überschuss an Wirklichkeit gibt. Sind Harry Potter und die phantastische Literatur also im weitesten Sinne religiöse Literatur oder zumindest Hinweise auf die unausrottbare Religionsbedürftigkeit des Menschen?

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Spurensuche 11. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur. Philosophisches und Religiöses in der Kinder- und Jugendliteratur

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 2001

7,50 €

„Es fragt sich, ob das Kind nicht auch der größte Philosoph ist.“ Alberto Knox fragt sich dies im Gespräch mit Sofie. Sofies Welt, eine zur Fabel gewordene Geschichte der Philosophie, wurde zum Bestseller und der Millionenauflage folgten Versionen für den PC, CDs und ein Kinofilm. Es gibt kaum eine Kinder- und Jugendliteraturtagung, bei der nicht die Bücher Gaarders zum Thema werden, verbunden mit begeisterter Zustimmung oder heftiger Ablehnung.

Das Philosophische hat aber weit über Gaarder hinaus Konjunktur in der Kinder- und Jugendliteratur. Zahlreiche Bücher verschiedener Autorinnen und Autoren erschienen in den letzten Jahren. Sind es aber, so wird immer wieder gefragt, Bücher für Kinder und Jugendliche oder vielmehr für Erwachsene, die auf der Suche nach Sinn in einer orientierungslos werdenden Welt danach greifen? Oder kaufen diese ihren Kindern philosophische Bücher, weil sie so lehrreich und noch kindlich-fantastisch sind, wie in der Kinder- und Jugendliteraturzeitschrift „Eselsohr“ gefragt wird (12/99)? – Auch aus der Philosophie gibt es neben positiver Aufnahme und Förderung kritische Anfragen. So heißt es von einigen, mit der Philosophie hätten zumindest die Bücher Gaarders nur bedingt zu tun.

Die Beiträge der Spurensuche thematisieren die philosophischen Entwicklungen auf dem Kinder- und Jugendliteraturmarkt. Sie führen ein in die elektrisierenden Fragen des Philosophierens mit Kindern, wollen helfen, einen differenzierten Überblick über das weite Feld des Philosophischen in Kinder- und Jugendbüchern zu finden und fragen nach dem philosophischen und religiösen Gehalt in diesen Büchern.

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Spurensuche 10. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur. Verwehte Spuren?

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 1997

7,50 €

Widersprüchlicher kann die Situation kaum erscheinen. Einerseits zeigen jüngst erschienene Umfragen und Wertestudien eine weitreichende Entkirchlichung der Gesellschaft und bei der zunehmenden Zahl von Gläubigen eine Entkonfessionalisierung. Andererseits ist etwas  entstanden, das man vielleicht in einem neuen Sinne „Volksreligiosität“ nennen darf. Mitten in einer Zeit der Entkirchlichung bricht das Religiöse und Mystische mit großer Macht auf. Ein Theologe unserer Tage bemängelt: „Vor lauter Larmoyanz über eine abnehmende Kirchlichkeit ist man offenbar unfähig geworden, das wie ein Paradox anmutende Phänomen einer wachsenden Religiosität zu sehen und dann auch ernst zu nehmen“. Die moderne Gesellschaft lasse die Suche nach einem „überbietenden Sinngefüge“ entstehen. Auch der heute lebende Mensch ist demnach offen für die religiöse Verheißung und Botschaft.

Andere werfen im Blick auf diese Sichtweise Fragen auf. Ist das zu Beobachtende nicht eine „Volksreligiosität“ ohne Gott? Erscheinen nicht genaues Hinsehen und kritische Unterscheidungen angebracht oder gar erforderlich? Hat nicht die gezeigte Verwendung des Religionsbegriffs zur Religionsinflation geführt? Was ist demnach eigentlich nicht Religion?

Die von der Fachstelle für kirchliche Büchereien im Bistum Essen und der Katholischen Akademie DIE WOLFSBURG getragene Tagung ging diesen Fragen nach.

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Spurensuche 8. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur, Ja zur Schöpfung – Ja zum Leben

Willi Fährmann, Vera Steinkamp, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Eigenverlag 1996

5,00 €

Wohin führt eine Lebenswelt, in der nur noch Naturbeherrschung oder Bedürfnisbefriedigung zählen? Führt sie in Apathie und Banalität? Können die sich deutlich abzeichnenden Grenzen der Naturausbeutung eine Besinnung auslösen? Könnte nur die Erinnerung an die Welt als Schöpfung sich als rettend erweisen?

Die von der Fachstelle für kirchliche Büchereien im Bistum Essen und der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ getragene Tagung „Ja zur Schöpfung – Ja zum Leben“ stellte sich in der Reihe der „Spurensuche“ dieser Herausforderung.

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Spurensuche 7. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur. Krieg, Frieden und Versöhnung

Willi Fährmann, Marlies Göcking-Lauer, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Plöger Verlag GmbH 1995

5,00 €

Die Unkenntnis zu beseitigen und immer wieder neu den Weg zur Versöhnung und zum Engagement der Gerechtigkeit für die jetzt lebenden und die kommenden Generationen zu weisen, ist eine besondere Aufgabe und Herausforderung für die Kinder- und Jugendliteratur.

In diesem Sinne haben sich die Herausgeber entschlossen, die Texte auch der 7. Spurensuche zu veröffentlichen.

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Spurensuche 5 + 6. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur. Leben aus dem Glauben; Fremd in Deutschland

Willi Fährmann, Marlies Göcking, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Plöger Verlag GmbH 1995

5,00 €

Das Thema der 6. Spurensuche: „Fremd in Deutschland“ kann nicht eng genug mit dem Thema der 5. Spurensuche gedacht werden: „Leben aus dem Glauben“.

Darum legen die Herausgeber die Texte der „Spurensuche 5 + 6“ in einem Doppelband vor. Er setzt die bewährte Suche nach Spuren der Religion in Kinder- und Jugendliteratur 1 - 4 fort.

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Spurensuche 3 + 4. Religion in der Kinder- und Jugendliteratur. Leid – Tod – Hoffnung; Freude am Leben – Freude am Christsein

Marlies Göcking, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Plöger Verlag GmbH 1993

5,00 €

Der vorliegende Doppelband „Spurensuche 3 + 4“ setzt die Suche nach Spuren der Religion in Kinder- und Jugendliteratur fort. Thematisch wird die Reihe durch zwei neue Dimensionen bereichert:

  • Zum Ersten den Spannungsbogen von Leiderfahrung und Tod zur Hoffnung
  • Zum Zweiten die Freude des Menschen in seinem Leben und die Freude der Christen an ihrem Christsein
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Reihe "THEOLOGIE & BIOLOGIE IM DIALOG"

 

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Menschenrechte für Menschenaffen? Was Tier und Mensch unterscheidet; Theologie & Biologie im Dialog

Mechthild Herberhold, Caspar Sölling (Hrsg.)

Bonifatius 2003

15,40 €

 

Im Oktober 1999 erkannte in Neuseeland erstmals eine nationale Gesetzgebung den großen Menschenaffen ein Recht zu, das sie vom übrigen Tierreich unterscheidet. In einem besonderen Absatz verspricht das neuseeländische Tierfürsorgegesetz allen „nichthumanen Hominiden“, also allen großen Menschenaffen, einen besonderen Schutz. In Deutschland hat im Sommer 2002 eine weitgehende Veränderung des rechtlichen Status der Tiere stattgefunden, als der Tierschutz in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert wurde.

Dieser Band gibt Einblicke in die Bedeutung dieser gesetzgeberischen Veränderungen. Er zeigt, wie sich in der neueren Biologie die Unterscheidung von Mensch und Tier verändert. Er geht der Frage nach, auf welche Weise auch die gesellschaftliche Situation unser Verhältnis zu den Tieren beeinflusst. Und er zeigt, wie vielschichtig das Christentum unsere Beziehungen zu den Tieren prägt.

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„Ich mache Fortschritte“ – Altern als Entwicklung; Theologie & Biologie im Dialog

Michael Schlagheck, Caspar Sölling (Hrsg.)

Bonifatius 2001

12,90 €

Altern ist relativ

Auf die Frage, warum er mit 92 Jahren immer noch täglich Cello übe, antwortete der spanische Cellist Pablo Casals einmal: „Ich glaube, ich mache Fortschritte.“ Altern ist keine Krankheit, sondern ein biologischer Prozess. Wir altern von der Zeugung an, auch wenn wir es nicht wahrnehmen. Die Folgen spüren wir erst spät. Während der Körper welkt, wird der Geist reifer. Eine widersprüchliche Situation. Längst macht sie ältere Menschen zum Zielobjekt von Wissenschaft und Industrie.

Dieser Band ist eine Dokumentation einer Tagung über die biologischen Ursachen des Alterns und seine Konsequenzen. Sind wir zum Altern programmiert, oder können wir uns diesem Phänomen entziehen? Warum altern wir, was ist sein biologischer „Sinn“? Wie verändert das Altern unsere Wahrnehmung, unser geistiges Vermögen und unsere Prioritäten? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für eine Gesellschaft, deren Durchschnittsalter sich in den letzten 100 Jahren mehr als verdoppelt hat? Wird der Jungbrunnen alter Märchen und Sagen zum postmodernen Machbarkeitsraum? Ist damit das Trauma vorprogrammiert? Was sagen Glaube und Kirche zum Thema Altern? Wie produktiv und hilfreich sind sie im Umgang mit dem, was sich permanent in uns abspielt?

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Wie böse ist der Mensch?; Theologie & Biologie im Dialog

Martin Kleer, Caspar Söling (Hrsg.)

Bonifatius 1999

12,90 €

Das Böse im Menschen

„Widersagt ihr dem Satan und seinen Versuchungen?“ fragt der Bischof die Firmlinge. „Und bewahre uns vor dem Bösen“, beten Christen im Gottesdienst. Aber nur selten spricht man darüber, was das Böse ist, wie es uns begegnet, was damit gemeint sein könnte. Oft bleibt ein beklemmendes, alleinlassendes Schweigen, hinter dem sich viel Hilflosigkeit verbirgt.

Vor 35 Jahren durchbrach der Verhaltensbiologe Konrad Lorenz mit seinem Buch „Das sogenannte Böse“ dieses Schweigen. Er verstand das Böse als Aggression unter Artgenossen, die zur Arterhaltung notwendig sei. Seither hat sich eine heftige Diskussion zwischen Biologen, Philosophen und Theologen entwickelt. Die Ergebnisse dieser bis heute anhaltenden Kontroverse sind gravierend, denn sie stellen die Frage, ob der Mensch überhaupt Verantwortung für das Böse tragen kann. Kann er bzw. soll er moralisch handeln, wenn sein Verhalten genetisch programmiert, neuronal induziert und aus verhaltensbiologischer Sicht „gut“ ist? Wäre es in evolutiver Perspektive besser, den „Trieben“ ihren freien Lauf zu lassen?

Das Böse – ob physisch oder metaphysisch – ist in uns. Wie gehen wir als Christen mit der Tatsache um? Machen wir es Gott zum Vorwurf? Zwingen wir uns selbst in die Verantwortung? Was ist unsere Perspektive im Kampf mit dem Bösen? „Der Christ lebt niemals christlich, wenn er das Böse außer Acht lässt“ (M. Delbrêl). Dass die Hoffnung nicht untergehen muss, zeigt uns das Beispiel Jesu.

Diesen Fragen gehen der Verhaltensbiologe Volker Sommer, der Hirnforscher Gerhard Roth, der Fundamentaltheologe Armin Kreiner, der Dogmatiker Raymund Schwager und der Neutestamentler Thomas Söding nach.

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Herausforderung: Klonen; Theologie & Biologie im Dialog

Martin Kleer, Caspar Sölling (Hrsg.)

Bonifatius 1998

11,90 €

Dolly ist das erste geklonte Säugetier. Dafür bekamen das Schaf und seine Erfinder weltweite Aufmerksamkeit. Selten diskutierte die Öffentlichkeit die Kehrseite einer wissenschaftlichen Entdeckung so schnell: die Gefahr, dass Menschen geklont werden. Selten empfand sie eine solche Hilflosigkeit gegenüber dem Forscherdrang und den Wirtschaftszwängen. Das vorliegende Buch möchte aufklären und dadurch Angst nehmen. Es möchte informieren, aber auch auf Gefahren aufmerksam machen. Dazu erklärt es den biologischen Befund, befasst es sich mit den wirtschaftlichen Interessen, die hinter Dolly stehen, fragt es nach den ethnischen Gesetzen der Klonforschung und sucht nach Argumenten, die alle Welt versteht. Es diskutiert die Möglichkeiten der juristischen Grenzziehung am Beispiel der Menschenrechtskonvention der EU zur Biomedizin. Der Text der Bioethik-Konvention wird in der bislang vorläufigen Übersetzung ebenfalls abgedruckt. – Der Band dokumentiert eine Tagung der katholischen Akademie DIE WOLFSBURG und ist Auftakt einer Reihe, die Themen der Biologie im interdisziplinären Gespräch vorstellt. Alle Beiträge stammen von Experten und sind journalistisch so überarbeitet, dass sie allgemein verständlich sind. Dadurch soll es gelingen, dass verschiedene Fachrichtungen miteinander ins Gespräch kommen und nicht aneinander vorbeireden.

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Reihe "THEOLOGIE & PSYCHOLOGIE IM DIALOG"

 

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Theologie & Psychologie im Dialog über den Wahn der Machbarkeit und die Kraft der Leidensfähigkeit

Thomas Auchter, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Bonifatius 2007

14,90 €

Menschen ertragen es offenbar nur sehr schwer, endgültig aus dem Paradies ihrer Sehnsüchte und Phantasien vertrieben zu sein. So macht sich der Mensch kompensatorisch immer wieder zu einem "Prothesengott" (S. Freud). Der Mensch bemerkt dabei nicht, wie er unversehens Hand an den Kern seiner Existenz legt. Dieser "Gotteskomplex" führt dazu, den Sinn für die menschlichen Grenzen zu verlieren.

Unausweichlich sind mit der menschlichen Entwicklung und dem Leben immer wieder Erfahrungen von Fehlern, Irrungen, Scheitern, Schuld, Hilflosigkeit und Ohnmacht verbunden. Wie können einzelne Menschen und Gesellschaften solche Erfahrungen aushalten und sich ihnen stellen?

Auf die Illusion einer Allmachtsvorstellung zu verzichten, heißt in der Konsequenz, unvermeidliches Leiden annehmen zu können. Zugleich aber bedarf es der Kultur einer Leidempfindlichkeit, die sich unschuldigem Leiden widersetzt und zu kreativem Handeln führt.

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Theologie & Psychologie im Dialog über die Erfahrung des Bruchstückhaften und die Sehnsucht nach Ganzheit

Thomas Auchter, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Bonifatius 2005

13,90 €

"In allem ist etwas zu wenig"  - diese kurze Wortsequenz aus einem Gedicht Ingeborg Bachmanns beschreibt eine dem Menschen innewohnende Paradoxie. Alles ist nicht alles, darf es nicht sein. Hier bleibt die Erfahrung des Nicht-ganz-Seins, der Bruchstückhaftigkeit, des Fragments, un dda entsteht die Sehnsucht nach Ganzheit, nach Heilung und letztem Heil.

Die Fragmentarität des Lebens, die Erfahrung von Leid, zeigt sich als Gegensatz zur Ganzheit. Die Psychoanalyse konfrontiert mit Bruchstückhaftigkeit, mit Fragmentarität.

"Solange der Mensch leidet, kann er es noch zu etwas bringen", schreibt Freud. Dann kann er neue Zugänge zur Wirklichkeit finden, die ein Ganzheitlichkeitswahn eher verstellt. Sind die Vorstellungen von Theologie und Seelsorge dieser Sicht nicht ähnlich? Widersprechen sie nicht allzu-menschlichen Vorstellungen und Verheißungen von Heil und Heilung und erinnern gerade mit ihrer Rede vom endgültigen Heil im Reich Gottes daran, dass menschliches Leben immer fragmentarisch bleibt?

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Theologie & Psychologie im Dialog über den Traum

Thomas Auchter, Michael Schlagheck (Hrsg.)

Bonifatius 2003

16,90 €

Seit Menschengedenken besitzen Träume in allen Kulturen eine fast göttliche Anziehungskraft. In der Antike kündigen Träume als göttliche Botschaften bedeutsame Ereignisse an oder weisen den Weg bei schwierigen Entscheidungen. Auch die Bibel kennt an entscheidenden Punkten in der Geschichte des Volkes Gottes Träume als Mittel der Offenbarung und weiß doch zugleich, wie sehr Träume immer auch mit Illusionen und Irrtümern einhergehen. Neben dieser religiösen gibt es jedoch bereits in der Antike eine Art psychologische Sichtweise des Traumes. So sieht Aristoteles keinen göttlichen Ursprung im Traum, sondern vielmehr die Fortsetzung des Tages während des Schlafes.

Sigmund Freud knüpft mit seinem bahnbrechenden Werk über die Traumdeutung hier an und sieht sich ausdrücklich als der Fortsetzer eines in der Antike begonnenen Weges. Für ihn ist die Traumdeutung der Königsweg zur Kenntnis des Unbewussten und die sicherste Grundlage der Psychoanalyse. In den letzten Jahren hat nun die Traumforschung durch die Neurobiologie wesentliche neue Impulse erhalten. Die Autoren fragen nach dem Traum in der Religionsgeschichte, in Bibel und Mystik, den Grundlagen psychoanalytischer Traumdeutung und neurobiologischer Überlegungen zum Traum und suchen im Dialog zwischen Theologie und Psychoanalyse nach dem Traum als Ort des seelischen Wachstums und auch der religiösen Erfahrung.

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Theologie & Psychologie im Dialog über Sterben und Tod

Michael Schlagheck (Hrsg.)

Bonifatius 2001

12,90 €

Die Zahl krebskranker Menschen mit einer langen Zeitspanne zwischen der Diagnoseerstellung und dem Tod ist gestiegen. Psychosoziale Probleme unheilbar Aids-Kranker sind besonders bedrängend. Entwicklungen, die intensivere wissenschaftlich-psychologische Beschäftigung mit der Todesthematik erfordern. In den letzten zehn Jahren hat sich eine Thanato-Psychologie herausgebildet, die das Erleben und Verhalten gegenüber Sterben und Tod erforscht. Im Kontrast zu dieser Entwicklung steht die Meinung, unsere Gesellschaft gehe unfähiger denn je mit Sterben und Tod um. Der Tod sei gesellschaftlich tabuisiert und verdrängt, nicht zuletzt weil die eigene Endlichkeit nicht zugelassen werden könne. Wenn auch andererseits die zum Teil heftigen Auseinandersetzungen um Sterbehilfe und Organtransplantation und die zunehmenden Bemühungen um Sterbebegleitung eine wachsende Sensibilität anzeigen, wird man letztlich die Einschätzung weitverbreitender Erfahrungslosigkeit gegenüber dem Tod bestätigen müssen. Dabei sind diese Erfahrungen die sichersten der Menschen; allen sind sie gewiss.

So wie sich die Psychologie seit der Formulierung der psychoanalytischen Lehre vom Todestrieb ständig weiterentwickelt hat, können auch in der Theologie Entfaltungen festgestellt werden. Der Tod sei nicht nur zu erleiden, sondern solle auch aktiv getan werden. Erst hier falle die eigentliche, freie Entscheidung über das ganze Dasein.

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Theologie & Psychologie im Dialog über Identität und Fremdheit

Michael Schlagheck (Hrsg.)

Bonifatius 2000

12,90 €

Die heftig und sehr kontrovers geführte Diskussion um die doppelte Staatsbürgerschaft und die Integration ausländischer Mitbürger zeigt, wie schwer sich das Zusammenleben von Menschen in einer Gesellschaft und einem Staat gestalten kann, wenn sie in ethnischer, religiöser und ökonomischer Hinsicht stark voneinander abweichen. Die noch nicht lange zurückliegende Diskussion um den lautsprecherverstärkten Ruf des Muezzin ist ein weiteres Beispiel für die erheblichen Belastungsproben, denen das Verhältnis von Deutschen und Ausländern derzeit ausgesetzt ist. Die Fragen des Zusammenlebens sind brisant.

Unserem Verhalten gegenüber Ausländern liegt die Fremdheits- und Fremdenerfahrung zugrunde, und sie zeigt sich als großes Problem. Es geht um das alltägliche Erleben von Ähnlichkeit und Verschiedenheit, von Zuneigung und Ablehnung, von Nähe und Distanz. Andere Menschen – nicht nur Ausländer – erscheinen uns nicht selten fremd. Zwangsläufig führt dies zu der Frage: Wer bin ich?

So trivial es erscheinen mag: Etwas als fremd erfahren setzt eine eigene Identität voraus. Fremdsein ist keine Eigenschaft, sondern ein Verhältnis zum anderen, zur Welt und auch zu mir selbst mit Unzugänglichem und Unverständlichem.

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Theologie & Psychologie im Dialog über das Böse

Michael Schlagheck (Hrsg.)

Bonifatius 1998

11,00 €

Die Frage nach dem Bösen, seinem Ursprung und seiner Bewältigung gehört zu den schwersten Fragen mit vielen möglichen Antworten. Der Frage nach dem Bösen sehen wir uns angesichts der Hölle von Auschwitz, der Archipels Gulag, der „ethnischen Säuberungen“ im ehemaligen Jugoslawien oder der Kinderschändungen ausgesetzt. Dass der Frage nach dem Bösen aber auch im persönlichen Alltag nicht ausgewichen werden kann, ist eine schmerzliche Erfahrung zu allen Zeiten. Die Frage nach dem Ursprung und Geheimnis lässt auch die Theologie nicht ruhen, denn Hoffnung und Erlösung zu begründen ist ohne die Klärung der Frage nach dem Bösen nur schwerlich möglich. Für den Glauben der Kirche geht das Böse nicht auf Gott, die „absolute Gutheit“, zurück, sondern ist in der Geschichte durch menschliche Schuld entstanden. Für C. G. Jung hingegen integriert Gott das Böse, die dunkle Seite, seinen eigenen „Schatten“, und fordert den Menschen auf, das Leid durch die Integration des „Schattens“ zu überwinden. Eine brisante Anfrage an das christliche Gottesbild und an das christliche Menschenbild, die durch Beobachtungen der Psychoanalyse noch verstärkt wird, nach denen die Menschheit sich in immer tiefere Konflikte und Aggressionen verstrickte, je mehr Gott die absolute Gutheit gedacht wurde.

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Theologie & Psychologie im Dialog über die Schuld

Josef Fuchs SJ, Thomas Auchter, Lorenz Wachinger (Hrsg.)

Bonifatius 1996

6,00 €

Schuld und Vergebung werden im vorliegenden Band der Reihe „Theologie und Psychologie im Dialog“ als zentrale Dimensionen des menschlichen Lebens behandelt. Der Moraltheologe Dr. Josef Fuchs SJ, der Psychoanalytiker Thomas Auchter und der Pastoralpsychologe Dr. Lorenz Wachinger suchen in ihren Beiträgen die theologischen und die psychologischen Zugänge zum Verständnis von Schuld und Vergebung.

Erwachsen ist das Buch aus einer Tagungsreihe der Katholischen Akademie Die Wolfsburg, Mülheim/Ruhr. Im Dialog von Theologie und Psychologie wird die Orientierung an verbindenden Optionen und Grundentscheidungen beider Disziplinen gesucht. Konvergenzpunkte im kritisch-konstruktiven Dialog auszumachen und interdisziplinär zu bedenken, ist sein Anliegen. Im Mittelpunkt steht der Dialog über Schuld und Vergebung. Wandlungen im Schuldverständnis werden in den Blick genommen und eine wechselseitige Klärung der Schuldfrage gesucht. Dabei wird deutlich, wie sehr der im guten Sinne streitbare Dialog der Disziplinen zu fruchtbaren Ergebnissen führen kann, wenn man die jeweilige Eigenständigkeit anerkennt und konsequent zielgerichtet erörtert, wie es um die Wahrheit der Dinge steht.

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