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AKADEMIE-ARBEIT

Die Akademiearbeit ist verwurzelt in der Lebenswelt der Menschen des Ruhrgebietes. Von hier aus wachsen der WOLFSBURG Herausforderungen, Themenstellungen und Motivation zu. Mit einer Grundhaltung des Verstehenwollens begegnen sich hier Menschen, erfahren etwas, das ihre Vorstellungen bereichert, erkennen Differenzen zum eigenen Standort und können so nach Verbindendem suchen. Die WOLFSBURG lädt ein zur Auseinandersetzung über die wichtigen Fragen des persönlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens, sucht Verständigung über Orientierungsmarken und bringt dabei die Stimme des gegenwartsbewussten christlichen Glaubens mit ein.

Das Logo der WOLFSBURG setzt ein Zeichen für das, was die Akademie mit vielen Kooperationspartnern, Gästen und Referenten erreichen möchte. In der Symbolsprache steht der Kreis für das Göttliche, das Reich Gottes; das Quadrat steht für das Menschliche, die Welt. Das Oktogon verbindet Kreis und Quadrat, ist das Erkennungsmerkmal für die Verbindung von Gott und Mensch, von Reich Gottes und Welt, von Religion und Politik. Gott und Mensch, Glaube und gesellschaftliches Engagement auf das Engste zusammen zu denken – so kann am besten der Auftrag der Katholischen Akademie DIE WOLFSBURG beschrieben werden. Daran lässt sich die Akademie mit ihren Veranstaltungen, mit den Inhalten und ihrer praktizierten Gastfreundschaft messen.

Die Grundlagen und Ansprüche der Akademiearbeit

In komplexen Gesellschaften werden Gemeinsamkeiten geringer. Unter diesen Bedingungen nach den geistigen und seelischen Grundlagen, nach tragenden Wertvorstellungen des Einzelnen und der Gesellschaft zu fragen, kann persönliche und gesellschaftliche Identität prägen. Gelingen kann eine solche Grundlagensuche jedoch nur in Prozessen des Aushandelns, durch Verständigung auf mögliche Gewissheiten. Die WOLFSBURG versteht sich als Ort, an dem die Verständigung in dieser Weise gesucht wird. Dies geschieht im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Disziplinen und Lebensbereiche in dem Wissen um die Eigenart der Kirche, dass ihr Niemand fremd sein darf und sie die Begegnung mit allen sucht.

Von Johann Baptist Metz stammt das Wort: „Kürzeste Definition von Religion: Unterbrechung“. Unterbrechung – damit lässt sich treffend der innere Anspruch der katholischer Akademiearbeit benennen.

Unterbrechung in der WOLFSBURG meint, Menschen zusammenzuführen, um mit gesellschaftlichen Akteuren die Verständigung über die Ziele gesellschaftlicher Wandlungsprozesse zu suchen. Unterbrechung in der WOLFSBURG meint, auf Erreichtes und die zurückgelegte Wegstrecke zurückzuschauen, um aus unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam Wichtiges zu erfassen und einzuordnen. Unterbrechung in einer Katholischen Akademie meint, die scheinbar alleinige Sachbezogenheit und ein vorherrschendes Nutzenkalkül gesellschaftlicher Steigerungslogiken zu durchbrechen und an die Wertbezogenheit persönlichen und gesellschaftlichen Handelns zu erinnern. Unterbrechung in der Wolfsburg meint, die reiche Tradition christlichen Glaubens und Hoffens gesellschaftlich anschlussfähig und zugleich widerständig zu halten.

Mit einem solchen „Mut zur Weite der Vernunft“ lässt sich eine bessere Sicht auf die Dinge erreichen. So verstanden wird die Akademie zu einem Ort der Wahrheitssuche, an dem sich Menschen mit verschiedenen Überzeugungen offen und selbstbewusst begegnen und erfahren, dass Gottes Wahrheit von vielen Seiten kommt.  Kardinal Karl Lehmann spricht davon, dass eine Katholische Akademie „menschenfreundlich“ ist, „weil es in ihr diese Freiheit zur Wahrheit gibt, auch und gerade wenn darüber gerungen und gestritten wird“.

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