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Eine Frau zündet Kerzen an

THEOLOGIE & KIRCHE

Die Theologie als die zugleich gläubige wie vernünftige Rede von Gott steht angesichts der umfassenden Wandlungsprozesse in Gesellschaft und Kirche vor besonderen Herausforderungen. Obwohl die fortschreitende Säkularisierung das kirchlich verfasste Christentum mit seinen Gewissheiten aufzulösen scheint, ist der Wunsch moderner Menschen nach Transzendenz und Spiritualität nicht verschwunden.

Das Ruhrgebiet stellt mit seiner heterogenen Bevölkerungsstruktur sowie seinen wirtschaftlichen und sozialen Gegensätzen ein Experimentierfeld theologischer, kirchlicher und spiritueller Arbeit dar. Zugleich stellt sich hier die Rückfrage an die Sprachfähigkeit und Relevanz von Theologie. Wie kann in eine ausdifferenzierte Gesellschaft die Botschaft des biblischen Gottes hineingesprochen und für die Erfahrungswelt moderner Menschen anschlussfähig gemacht werden? Welche Kraft entwickelt die christliche Tradition in der Gegenwart? Wie muss sie eine „Verheutigung“ erfahren, so dass sie für Gläubige wie für Suchende, Fragende und Zweifelnde verstehbar bleibt? Gesellschaftliche Entwicklungen werfen die Frage auf, an welchen Orten und in welchen Formen sich christlicher Glaube und die Suche nach dem verborgenen Gott vollziehen kann. Die Akademie als ein solcher Ort weiß sich dem Zweiten Vatikanischen Konzil verpflichtet und sucht das Gespräch mit Kirchennahen und -fernen. Kirchlichen Mitarbeitenden bietet sie darüber hinaus ein differenziertes Qualifizierungsangebot.

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"In die Mulde meiner Stummheit leg ein Wort ..." - Beten als Elixier menschlicher Existenz. Christliche Mystik als Lebenskunst


Termin(e)

09.03.2018 16:30 Uhr - 10.03.2018 19:30 Uhr


Informationen

Beten - was manche selbstverständlich praktizieren, ist für viele zu einem Problem geworden. Warum sollen sie sich an Gott wenden, wenn sie die Welt als zufällig und wissenschaftlich erklärbar erleben? Und: Wie soll Gott überhaupt Gebete erhören, wie in der Welt wirken? Wohin mit Dank und Bitte, Jubel und Klage, wenn ein göttliches Gegenüber fehlt? Ist Meditieren dasselbe wie Beten? Christliche Mystikerinnen und Mystiker bieten Inspiration und Anleitung für eine Lebenshaltung des Gebets, die Erfahrungen der Abwesenheit Gottes ernst nimmt. Ihre Texte eröffnen Zugänge zu einer tieferen Gottesbeziehung und zeigen, dass das Gebet unweigerlich auch einen Auftrag zur Mitgestaltung der Welt enthält.

Foto: ina.mija, auf den Gleisen des Lebens / photocase.de

Tagungsleitung

Dr. Jens Oboth

Kosten (ohne Übernachtung)

79,00 €



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