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Eine Frau zündet Kerzen an

THEOLOGIE & KIRCHE

Die Theologie als die zugleich gläubige wie vernünftige Rede von Gott steht angesichts der umfassenden Wandlungsprozesse in Gesellschaft und Kirche vor besonderen Herausforderungen. Obwohl die fortschreitende Säkularisierung das kirchlich verfasste Christentum mit seinen Gewissheiten aufzulösen scheint, ist der Wunsch moderner Menschen nach Transzendenz und Spiritualität nicht verschwunden.

Das Ruhrgebiet stellt mit seiner heterogenen Bevölkerungsstruktur sowie seinen wirtschaftlichen und sozialen Gegensätzen ein Experimentierfeld theologischer, kirchlicher und spiritueller Arbeit dar. Zugleich stellt sich hier die Rückfrage an die Sprachfähigkeit und Relevanz von Theologie. Wie kann in eine ausdifferenzierte Gesellschaft die Botschaft des biblischen Gottes hineingesprochen und für die Erfahrungswelt moderner Menschen anschlussfähig gemacht werden? Welche Kraft entwickelt die christliche Tradition in der Gegenwart? Wie muss sie eine „Verheutigung“ erfahren, so dass sie für Gläubige wie für Suchende, Fragende und Zweifelnde verstehbar bleibt? Gesellschaftliche Entwicklungen werfen die Frage auf, an welchen Orten und in welchen Formen sich christlicher Glaube und die Suche nach dem verborgenen Gott vollziehen kann. Die Akademie als ein solcher Ort weiß sich dem Zweiten Vatikanischen Konzil verpflichtet und sucht das Gespräch mit Kirchennahen und -fernen. Kirchlichen Mitarbeitenden bietet sie darüber hinaus ein differenziertes Qualifizierungsangebot.

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Ökumenische Expedition ins Quartier. Saarner Klostergespräch


Termin(e)

29.05.2018 19:00 Uhr


Informationen

Das Leben in einer Metropolregion fordert beide großen Kirchen heraus. Einerseits befindet sich das kirchlich verfasste Christentum auf dem Rückzug. Andererseits verspüren nach wie vor viele Menschen das Bedürfnis nach Spiritualität und Gemeinschaft. Hinzu kommt, dass städtisches Leben inzwischen stark multireligiös geprägt ist. Religiöses Leben in der Großstadt ist dadurch unübersichtlicher, fluider und unverbindlicher, dafür aber auch individueller und vielfältiger. Die klassische Pfarrgemeinde kann diesen Entwicklungen nur noch begrenzt Rechnung tragen. Deshalb gilt es, neben ihr neue geistliche Kraftorte und Gemeinschaftsformen zu entdecken, damit christlicher Glaube sowohl für Gläubige als auch für Kirchenferne neu erfahrbar wird. Wo können diese in der Stadt Mülheim identifiziert werden?

Foto: Volker H. Flecht / Spontan-Fotografie

Tagungsleitung

Dr. Jens Oboth

Kosten (ohne Übernachtung)

0,00 €



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