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Druckdatum: 14. August 2018 - 12:33 Uhr
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30.01.2018

„Auf Kohle“ – Prominente Kunstausstellung in der Wolfsburg eröffnet

Fantastische Künstler, ein leidenschaftlich singender Ruhrkohle-Chor und eine engagierte Eröffnungsrede des Bottroper Oberbürgermeisters Bernd Tischler zu Chancen und Herausforderungen des Ruhrgebiets im Jahr der Beendigung des deutschen Steinkohlebergbaus sorgten am Sonntag, 28. Januar, für ein volles Haus in der Wolfsburg.

Die Eröffnung der Ausstellung „Auf Kohle“ im Projekt „Glückauf Zukunft – Aus Herkunft Zukunft leben“, das von der RAG-Stiftung gefördert wird, sahen über 150 Gäste. Die einzigartigen Werke der drei Ruhrgebietskünstler Gabriele Wilpers, Reinhard Wieczorek und Egon Stratmann sorgten für Begeisterung und erhielten durch den Gesang des 40 Mann starken Ruhrkohle-Chors und durch die Eröffnungsrede von OB Tischler einen außerordentlich dynamischen wie würdigen Rahmen.

Die bis zum 31. August andauernde Ausstellung verdeutlicht drei ganz unterschiedliche künstlerische Herangehensweisen an die Kohle als Grundstoff des Lebens, der das Ruhrgebiet erst hervorgebracht hat. In differenzierten abstrakten Werken loten die Künstler Assoziationsräume aus, welche die gesamte Bandbreite der Bedeutung dieses „schwarzen Golds“ sichtbar machen. Gemeinsam ist allen Werken und Künstlern, dass sie „tief in der Region verwurzelt sind“, wie Bottrops OB Tischler feststellte.

Die Eröffnung machte insgesamt deutlich, was Akademiedirektor Dr. Michael Schlagheck in seinem abschließenden Statement deutlich hervorhob: „Das alles ist keine Folklore aus vergangenen Tagen, ganz und gar nicht! Die Steinkohlenflöze des Reviers sind durch engagierte Kunst- und Kulturschaffende, wie die drei Künstler und der Ruhrkohle-Chor, in mächtige kulturelle Flöze transformiert worden, die auch nach 2018 unerlässlich sind für ein auf solidarisch-experimentell gestimmtes Leben an der Ruhr“.

Kommende Veranstaltungen im Projekt „Glückauf Zukunft – Aus Herkunft Zukunft leben“ in der Katholischen Akademie Die Wolfsburg

Am Donnerstag, 22. März, gehen wir ab 18:30 Uhr mit Prof. Dr. Hans Peter Noll (Vorstand Stiftung Zollverein), Franz Xaver Ohnesorg (Intendant Klavier-Festival Ruhr) und Olaf Kröck (Intendant Schauspielhaus Bochum) der Kultur des Ruhrgebiets und seiner Förderung auf die Spur. Wie werden neue Visionen entwickelt, das Vorhandene zu stärken und Neues in der Kultur aufzubauen?

Herzlich laden wir ebenfalls bereits ein zu unserem Studientag „Der Steiger geht. Die Literatur des Ruhrgebiets – das Ruhrgebiet in der Literatur“ am Samstag, 14. April, in Kooperation mit der Stadtbibliothek Duisburg mit Dr. Jan-Pieter Barbian und Sarah Meyer-Dietrich. Autoren werden vorgestellt, die sich in Romanen, Erzählungen, Reportagen und Essays mit dem Bergbau im Ruhrgebiet beschäftigt haben. Was bleibt davon und was baut Brücken in die Zukunft? (Sr)

Fotos: Petra Hofbeck | Die Wolfsburg

Fotos: Petra Hofbeck | Die Wolfsburg