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Druckdatum: 14. August 2018 - 12:33 Uhr
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16.01.2018

Die Roboter sind uns näher als wir denken!

Es war schon erschreckend zu sehen, was Roboter und Maschinen mit beinahe „Künstlicher Intelligenz“ bereits können und wie nah sie uns gerückt sind, ob es um vier- oder zweibeinige Kriegsroboter ging – der Zweibeiner „Atlas“ läuft bereits stabil und kann aus dem Stand eine Rolle rückwärts springen und punktgenau landen – oder ob es sich um Pflegeroboter handelte, die in der Altenresidenz höflich Trinkwasser anbieten, Memory spielen oder Musik für die Seniorenrunde über ihre Boxen beisteuern.

Der Mensch reagiert sehr schnell natürlich auf diese Maschinen und steigt in die Interaktion mit dem neuen Gegenüber ein. Computer lernen mittlerweile durch das Trial and Error Verfahren innerhalb von Stunden einzelne Fähigkeiten, für die Menschen ein endloses Training benötigen.

Die große Hürde für KI stellen aber ethische Überzeugungen dar. Kann man so etwas überhaupt programmieren? Am drängendsten stellt sich diese Frage augenblicklich beim automatischen Fahren im Straßenverkehr. Was soll die Steuerung im Kollisionsfall tun? In die kleinere Menschenmenge fahren, den eigenen Passagier gefährden und in den Fluss ausweichen?

Je intelligenter die Maschinen werden, umso größer werden auch die ethischen Grenzfragen, bis hin zur ultimativen Frage, wann wir Künstlichen Intelligenzen Freiheit und Autonomie einräumen werden und was diese damit anfangen werden. Vielleicht kommen die Maschinen letztlich zu dem Schluss, dass die Menschheit entbehrlich ist, oder dass sie die Menschheit vor sich selbst schützen müssen?

Und ist Jesus eigentlich auch für intelligente Maschinen gestorben, die eine dem Menschen ähnliche Persönlichkeit entwickelt haben werden? Noch ist das nur ein kleines Gedankenexperiment, doch wenn die Digitalisierung so rasant fortschreitet wie bisher, dürfte es in nicht allzu ferner Zeit zu einer drängenden Frage werden.

Die junge Gruppe der Teilnehmenden und Referierenden aus ganz NRW diskutierte leidenschaftlich bis in die Nachtstunden und feierte einen Vorteil, den die Menschen noch lange den Maschinen voraushaben werden – Humor. (Kei)