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Druckdatum: 25. April 2019 - 16:38 Uhr
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28.03.2019

Singen, um die Welt zu verändern!

„Why are you singing?“ fragte Rory Cooney, Komponist, Chorleiter und Pianist aus den USA die über einhundert Sängerinnen und Sänger im Auditorium der Wolfsburg, bevor es losging mit drei Tagen voller Musik und Inspiriation.

Sein Anspruch ist kein geringer: seine Chöre singen, um die Welt zu verändern, sie schaffen überhaupt erst die geistige Bereitschaft, auf der sich das „Wort“ entfalten und mit allen Sinnen gehört und aufgenommen werden kann. Es ist nicht die einzelne Note, es ist nicht die Perfektion oder „Fehlerfreiheit“ des Singens, es ist der Spirit - wir würden sagen, der Funke, der überspringen muss. Daran wurde intensiv gemeinsam geprobt und mit der Band zusammen gearbeitet. Der amerikanische Optimismus, den in aller Herzlichkeit auch die Gesangssolistin Theresa Donohoo ausstrahlte, übertrug sich auf den Projektchor, der die Ortsgemeinde von St. Michael mit in das Erlebnis dieser Spiritualität hineinnahm im voll besetzten Sonntagmorgengottesdienst. Abends gab es sogar noch ein Zusatzkonzert im Essener Dom in kleinerer Besetzung im Gottesdienst mit Domvikar Bernd Wolharn, auf dessen Intitiative die beiden Amerikaner in die Wolfsburg gekommen sind. Etliche Sängerinnen und Sänger kamen auch am Abend, so dass die Gemeinde plötzlich vierstimmig zu hören war.

Ein besonderes Geschenk war ein Konzert des Bandbassisten Frank Willi Schmidt am Samstagabend, der mit seiner Frau Ute Killian an den Handpans, einer sehr seltenen Instrumentengruppe, die schwebende Klänge erzeugt, ein entspannendes Klangfeld präsentierte, das an Minimal Music oder Meditationsmusik erinnerte.

Ein großer Dank gebührt Stefan Glaser und der Abteilung Kirchenmusik, denn nur durch die großzügige Unterstützung war es möglich, diese Projekteinladung zu verwirklichen.

Im nächsten Jahr kommt vom 13.-15. März der Chorleiter Carlos Reigadas zum Chorworkshop, und natürlich wird es wieder einen festlichen Abschlussgottesdienst dazu in St. Michael geben. (Kei)