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27.09.2018

Smart Life & Smart Cities: Perspektivenwandel – Ortsveränderungen – Zukunftsentwicklung

Zukunftsgestaltung im Ruhrgebiet hautnah: Im Projekt „Glückauf Zukunft – Aus Herkunft Zukunft leben“ an der Katholischen Akademie Die Wolfsburg befasste sich am vergangenen Sonntag ein generationenübergreifender Studientag im faszinierenden Kreativ.Quartier Dinslaken-Lohberg mit der Entwicklung von Städten und Leben im digitalen Zeitalter.

Jessica Büttner, Sozialwissenschaftlerin und Mitarbeiterin des SmartCity Start-Ups Zolitron aus Bochum zeigte eindrucksvoll die Potentiale und Herausforderungen unterschiedlicher, digitaler Formen der politischen Beteiligung und Entscheidungsfindung auf. Vielfältigen neuen Möglichkeiten steht die Gefahr eines differenzierten „Digital Divides“ der Gesellschaft gegenüber. Juliane Heßmann, Sozialwissenschaftlerin, Journalistin und PR-Expertin gab einen spannenden Blick in die Facetten des self-tracking im Gesundheitswesen durch so genannte Wearables. Hier analysieren SmartWatches, Sportuhren und Co. das eigene Bewegungsverhalten. Was bedeutet das aber für den Datenschutz und die informationelle Selbstbestimmung jedes Einzelnen? Wie gläsern sind wir schon, wie durchsichtig wollen wir sein? Auch mit Blick auf den internationalen Vergleich erläuterte Wirtschaftswissenschaftler Leon Heidelbach den Status Quo in Deutschland und die schon weitergehenden (Fehl-)Entwicklungen in China.

Diese Multiperspektivität lag auch den Vorträgen und Diskussionen im SmartCity Bereich mit Bernd Lohse, Quartiersentwickler der RAG Montan Immobilien und Professor Gurr, Metropolenforscher der Universität Duisburg-Essen zu Grunde. Engagiert und fachkundig verdeutliche Lohse die von ihm angetriebene, eindrucksvolle Entwicklung des ehemaligen Zechenareals Lohberg und stellte die zahlreichen, mit neuem Leben erfüllten grünen und kreativen Orte dieses voll vernetzten Stadtteils vor. Dass Ortsveränderungen und Zukunftsentwicklung Perspektivwechsel benötigen, führte Professor Gurr als Literatur- und Kulturwissenschaftler mit Blick auf eine zukunftsfähige Stadtforschung vor und machte deutlich, dass es einer auf das Ruhrgebiet angepassten, spezifischen Anwendung eines „SmartCity“-Konzepts bedarf, damit es zukunftsfähig ist.

Im „Kraftwerk“ des Kreativquartiers, dass seinen Strom selbst produziert, strampelten währenddessen Teamer und Teilnehmende, um den Beamer am Laufen zu halten. Ein eindrucksvoller Lerneffekt, dass der tägliche Strom nicht selbstverständlich und endlich ist!

„Spannende und relevante Vorträge über die Zukunft des Ruhrgebiets und ein konstruktiv-engagierter Dialog der Generationen haben gezeigt, dass das Ruhrgebiet auch nach dem Ende der aktiven Steinkohlenförderung in diesem Jahr eine großartige Zukunft hat!“ resümierten Dr. Matthias Keidel und Martin Schröder von der Wolfsburg.

Ausblick auf kommende Veranstaltungen im Projekt „Glückauf Zukunft – Aus Herkunft Zukunft leben“

Um die Transformation des Ruhrgebiets und seiner Akteure geht es auch in zwei Projektveranstaltungen im November. In Kooperation mit dem Kolping DV Essen stehen am 10. November von 10:00 – 12:30 Uhr in der Wolfsburg die angestoßenen Veränderungsprozesse im Bereich der Deutschen Steinkohle sowie im Bistum Essen im Mittelpunkt. Hierzu sind Michael Weberink vom Gesamtverband der Deutschen Steinkohle (GVSt) und Thomas Rünker vom Bistum Essen als Gesprächspartner zu Gast. 

Wie funktioniert eine erfolgreiche Flächenentwicklung nach der Ära der Steinkohlenförderung im Ruhrgebiet? Um dieses bedeutsame Themenfeld dreht sich eine äußerst hochkarätig besetze Podiumsdiskussion am Donnerstag den 15. November von 19:00 – 21:00 Uhr in der Wolfsburg mit Markus Masuth, RAG Montan Immobilien GmbH, Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop und Rasmus Beck, Wirtschaftsförderer Business Metropole Ruhr. Herzliche Einladung!

Fotos: Marc Albers

Fotos: Marc Albers